Was kostet eine Alarmanlage für ein Einfamilienhaus in der Schweiz? (Richtwerte 2026)

    Aktualisiert am 03.09.20268 Min. LesezeitAlarmcon GmbH, Frick

    Die häufigste Frage am Telefon lautet: «Was kostet das bei uns?» Eine ehrliche Antwort braucht immer einen Blick auf das Objekt – trotzdem lassen sich belastbare Bandbreiten nennen. Alle Zahlen auf dieser Seite sind Richtwerte für ein durchschnittliches Einfamilienhaus in der Nordwestschweiz, inklusive Material, Installation und Inbetriebnahme. Sie ersetzen keine Offerte, geben Ihnen aber ein Gefühl dafür, ob ein Angebot plausibel ist.

    Was den Preis wirklich bestimmt

    Eine Alarmanlage ist kein Produkt von der Stange, sondern eine Summe von Entscheidungen. Sechs Faktoren machen praktisch den gesamten Preisunterschied aus.

    1. Anzahl und Art der Melder

    Jeder zusätzliche Bewegungsmelder, Magnetkontakt oder Glasbruchsensor kostet Material und Montagezeit. Ein kompaktes Einfamilienhaus kommt oft mit 8 bis 14 Meldern aus, ein grosszügiges Haus mit Anbau, Keller und Garage schnell auf 20 bis 30. Das ist der grösste einzelne Hebel.

    2. Funk oder Kabel

    Funkanlagen sparen die aufwendige Kabelverlegung im bestehenden Bau. Verdrahtete Anlagen sind im Betrieb wartungsärmer, verlangen aber Rohre, Schlitze oder eine Bauphase. Details dazu im Vergleich Funk gegen Draht.

    3. Aussenhaut- oder Innenraumüberwachung

    Innenraumüberwachung meldet den Täter, wenn er bereits drin ist. Aussenhautüberwachung – also Kontakte an allen Fenstern und Türen – meldet ihn beim Öffnungsversuch. Das ist sicherheitstechnisch deutlich besser, braucht aber pro Öffnung einen Melder und erhöht den Preis spürbar.

    4. Kameras

    Videotechnik ist ein eigenständiges Gewerk und selten im Alarmpreis enthalten. Rechnen Sie pro professioneller IP-Kamera inklusive Montage, Verkabelung und Rekorderanteil mit einem Richtwert von CHF 700 bis 1'500. Mehr dazu unter Videoüberwachung.

    5. Aufschaltung auf eine Notrufzentrale

    Ohne Aufschaltung ist Ihre Anlage ein Signalgeber, der jemanden erreichen muss. Mit Aufschaltung übernimmt eine 24/7-Zentrale die Alarmverfolgung und alarmiert Interventionsdienst oder Polizei nach vereinbartem Ablauf.

    6. Bausubstanz und Zugänglichkeit

    Sichtbeton, historische Fassaden, dreifach verglaste Fenster mit Spezialrahmen oder ein Dachstock ohne Steigzone verlängern die Montage. Deshalb schauen wir uns jedes Objekt vor der Offerte an – das ist der einzige Weg zu einem Preis, der am Schluss auch hält.

    Richtwerte 2026 im Überblick

    Die folgenden Zahlen sind Richtwerte für ein Einfamilienhaus mit 5 bis 6 Zimmern, inklusive Material, Montage, Programmierung und Einweisung. Die Mehrwertsteuer ist nicht eingerechnet.

    • Funk-Alarmanlage, fertig installiert: CHF 2'500 bis 6'000. Die untere Grenze steht für eine solide Innenraumlösung mit Zentrale, Bedienteil, Aussensirene und wenigen Meldern. Die obere Grenze für eine weitgehende Aussenhautüberwachung mit Rauchmeldern und App-Anbindung.
    • Verdrahtete Anlage im Neubau: CHF 5'000 bis 10'000. Wird in der Rohbauphase geplant, sind die Leerrohre bereits gesetzt und die Anlage lässt sich sauber in die Elektroinstallation integrieren.
    • Aufschaltung auf eine Notrufzentrale: rund CHF 30 bis 60 pro Monat, je nach Zentrale, Anzahl Meldelinien und vereinbartem Interventionsablauf.
    • Wartung: rund CHF 150 bis 300 pro Jahr für eine jährliche Funktionsprüfung inklusive Batterietest, Melderkontrolle und Protokoll.

    Erweiterungen kommen dazu: Rauch- und Wassermelder pro Stück im niedrigen dreistelligen Bereich, eine zweite Aussensirene ebenso, eine Anbindung an eine bestehende Zutrittskontrolle je nach System.

    Für Gewerbeobjekte lassen sich diese Zahlen nicht übertragen. Dort bestimmen Nutzungsart, Versicherungsauflagen und allenfalls eine geforderte Zertifizierungsstufe das Budget.

    Was in einer seriösen Offerte steht

    Eine Offerte, die nur eine Endsumme nennt, ist nicht vergleichbar. Verlangen Sie die folgenden Punkte – wir liefern sie standardmässig.

    • Meldeliste pro Raum: Welcher Melder kommt wohin und welchen Zweck erfüllt er.
    • Fabrikat und Typ: Hersteller, Modellbezeichnung, Anzahl. Nur so lassen sich zwei Angebote wirklich vergleichen.
    • Trennung von Material und Arbeit: inklusive geschätztem Montageaufwand in Stunden.
    • Alarmierungskonzept: Was passiert bei Auslösung – Sirene, Push-Meldung, Telefonkette, Zentrale, Intervention.
    • Folgekosten: Aufschaltung, Wartungsvertrag, SIM-Karte oder Cloud-Dienste – transparent pro Jahr.
    • Garantie und Reaktionszeiten: Wer kommt in welcher Frist bei einer Störung.

    Fehlt einer dieser Punkte, fragen Sie nach. Seriöse Anbieter liefern nach; wer ausweicht, kalkuliert Nachträge ein.

    Drei teure Fehler

    Billigsets aus dem Internet

    Ein Set für ein paar hundert Franken wirkt attraktiv. In der Praxis scheitert es an drei Punkten: Die Melder sind nicht auf das Objekt abgestimmt und lösen bei Haustieren oder Zugluft aus. Die Sabotageüberwachung ist schwach oder fehlt. Und niemand ist zuständig, wenn nach zwei Jahren die Zentrale ausfällt. Fehlalarme sind dabei das grössere Problem als der Ausfall: Nach dem dritten grundlosen Alarm schalten die meisten Haushalte die Anlage nicht mehr scharf – und dann bringt sie null Sicherheit.

    Keine Aufschaltung

    Eine Anlage, die nur Ihr Handy anruft, hilft wenig, wenn Sie in den Ferien oder im Sitzungszimmer sind. Nachbarn reagieren auf eine Sirene erfahrungsgemäss selten. Die Aufschaltung ist bei den genannten CHF 30 bis 60 pro Monat der Posten mit dem besten Verhältnis von Kosten zu Wirkung.

    Keine Wartung

    Batterien altern, Melder verstauben, Kommunikationswege ändern sich, wenn Sie den Internetanbieter wechseln. Ohne jährliche Prüfung merken Sie den Defekt genau dann, wenn es darauf ankommt. Ein Wartungsvertrag kostet deutlich weniger als der Selbstbehalt eines einzigen Schadenfalls.

    Versicherung und mögliche Rabatte

    Manche Hausrat- und Gebäudeversicherer honorieren eine fachgerecht installierte und aufgeschaltete Einbruchmeldeanlage – je nach Versicherer mit einem Prämienrabatt, mit einem höheren Deckungslimit für Wertsachen oder mit einem reduzierten Selbstbehalt. Ein Automatismus ist das nicht, und wir versprechen hier bewusst nichts.

    Praktisch vorgehen: Fragen Sie vor der Installation bei Ihrer Versicherung nach den Anforderungen. Häufig geht es um die Frage, ob die Anlage von einem Fachbetrieb installiert wurde, ob sie aufgeschaltet ist und ob ein Wartungsvertrag besteht. Wir stellen Ihnen die nötigen Belege – Anlagedokumentation, Aufschaltbestätigung, Wartungsprotokoll – ohne Zusatzkosten aus.

    Umgekehrt gilt: Wer Wertsachen über dem versicherten Limit lagert, sollte das mit oder ohne Alarmanlage klären. Die Anlage senkt das Risiko, ersetzt aber keine Deckung.

    So kommen Sie zu einem verlässlichen Preis

    Der Weg ist kurz. Wir schauen uns das Objekt an, klären mit Ihnen Nutzung, Gewohnheiten und Schutzbedarf, und Sie erhalten anschliessend eine schriftliche Offerte mit den oben genannten Positionen. Der Sicherheitscheck vor Ort ist kostenlos und unverbindlich – auch dann, wenn Sie sich am Schluss gegen eine Anlage entscheiden.

    Wir sind von Frick aus in kurzer Zeit in der ganzen Region: Aarau in rund 28 Minuten, Basel und das untere Baselbiet in rund 30 bis 45 Minuten. Rufen Sie uns unter 062 877 17 88 an oder nutzen Sie das Kontaktformular.

    Häufige Fragen

    Alle Zahlen in diesem Beitrag sind Richtwerte und ersetzen keine individuelle Beratung. Alarmcon-Team, Frick · Aktualisiert am 03.09.2026